Technik:
Mit dem E-Type ist Jaguar eine einzigartige Designikone (Designer Malcolm Sayer) gelungen, die bei ihrer Neuvorstellung 1961 auf dem Genfer Automobilsalon eine echte Euphorie auslöste. Nicht nur das Design sorgte für reichlich Aufregung, auch die technischen Daten und Fahrleistungen überzeugten. Selbsttragende Ganzstahlkarosserie mit an der Spritzwand verschraubtem Gitterrohrrahmen, der Motor und Vorderradaufhängung trägt.
Motor: Reihensechszylinder-Motor, Block Chromeisen-Guss, Kopf Aluminium, trockene Laufbuchsen, hängende Ventile, Tassenstössel, zwei obenliegende Nockenwellen, Duplexketten, Saugrohr, 3 Horizontalvergaser (SU HD 8).
Getriebe: Einscheiben-Trockenkupplung, vollsynchronisiertes Viergang-Schaltgetriebe (Jaguar-Entwicklung), kurze Schaltwege (4.2 Liter).
Fahrwerk/Bremsen: Hinterachse in Kastenbauweise mit innenliegenden Scheibenbremsen, Längs- und Querlenkern, Schraubenfedern und Teleskopstoßdämpfern. Vorderachse mit außenliegenden Scheibenbremsen, Dreieck-Querlenkern, Drehstabfedern, Teleskopstoßdämpfern und Querstabilisator. Zahnstangenlenkung ohne Servounterstützung.
Besonderheiten:
„Matching number car“ (Chassis, Motor und Getriebe sind die im Werk verbauten). Saubere Restaurierung, neues Leder, tolle Farbkombination! Der Wagen hat einiges an Reisen hinter sich: England – New York – Kalifornien – Rom – Brüssel – Essen – Wien!
Kino:
Die wohl bekanntesten Filme waren „Le petit baigneur“ mit Louis de Funes oder „Der Tod im roten Jaguar“ aus der Jerry Cotton-Serie.
Bauzeit und Stückzahl Serie 1:
Von 1964 bis 1968 wurden 22.922 Fahrzeuge hergestellt. Zur Auswahl standen FHC (Fixed-Head-Coupé) oder OTS (Open-Two-Seater, 5.888 Stück). Der E-Type wurde von 1961 bis 1974 in drei Serien mit 3,8 und 4,2 Liter R6-Motoren sowie ab 1971 mit einem 5,3 Liter V12 Motor in einer Gesamtauflage von über 72.000 Stück produziert.
Fahreindrücke:
Keine Servolenkung, kein Windschott, mechanische Kippschalter, knorrige Schaltung, weiches rotes Leder, ein Duft aus Öl und Benzindämpfen, laut, nicht ganz fadingfreie Bremsen, riesiges Holzlenkrad, viel zu enge Sitzposition – einfach traumhaft! Das ist Roadsterfahren erster Güte – ein lauer Sommer- oder Herbstnachmittag und hinaus auf die Landstraßen dieser Welt ...
Renneinsätze:
Für Renneinsätze gab es eine Aluminiumversion des E-Type und eine leistungsgesteigerte Version des 3.8 Liter Motors. Einsätze z.B. in Le Mans und Sebring.
Wertsteigerung:
Werterhaltung sehr gut. Wertsteigerung sehr gut. (Wir sprechen von der hier abgebildeten Serie 1 als Roadster)
Resumée:
Bis heute der Inbegriff des britischen Sportwagens für echte „Gentlemen-Driver“. Sexy Formensprache, geschwungene, fließende Formen und selbstverständlich Speichenräder. Nicht nur ein Traum für Liebhaber englischer Automobile!