Technik:
Die Ingenieure und Techniker, die den NSX konstruierten, hatten völlige Freiheit, nur die besten Materialien und Technologien zu verwenden. Der NSX ist der erste Sportwagen, dessen Karosserie komplett aus Aluminium gefertigt wurde. Dafür schufen die Ingenieure und Techniker des Honda Forschungs- und Entwicklungszentrums in Tochigi, Japan, eine neue Technologie. Die Karosserie wird nicht auf einer Montagestraße gefertigt, sondern in jeder Phase von einem Spezialisten-Team betreut. Jede Gruppe steht für die Qualität ihrer Arbeit ein.
Anschließend erhält der NSX eine Lackierung, die in einem aufwändigen Verfahren in 23 Stufen aufgetragen wird. Zum Schluss wird die letzte Schicht an der Luft getrocknet, bis ihre Oberfläche glänzt wir poliertes Kristall. Die Rundumsicht im NSX beträgt 318,8° - eine Leistung, wie sie in Sportwagen der Extraklasse selten anzutreffen ist.
Fahrwerkstechnik: ABS, Traktions-Kontroll-System (TCS), Antriebs-Schlupf-Regelung (LSD), Double-Wishbone-Einzelradaufhängung (DWS).
Motortechnik: Der DOHC-Motor des NSX wurde in direkter Linie aus den siegreichen Motoren der Formel 1-Weltmeisterschaft entwickelt. Motorblock und Zylinderkopf sind aus leichtgewichtigem Aluminium, mit Pleuelstangen aus Titan und Kolben aus einer Aluminium-Silizium-Legierung, die dem Limit von 8.000 U/min souverän standhalten. Der 3,0 l V6 Mittelmotor verfügt über eine programmierte Kraftstoffeinspritzung, elektronische Zündung (Direct Ignition) sowie über VTEC, Hondas einzigartiges System zur variablen Regelung der Ventile.
Besonderheiten:
Das hier abgebildete Fahrzeug verfügt über extrem leichte Volk Racing Wheels CE28N, Rennsportfelgen der japanischen Firma Rays Engineering und ist Nummer 478 der ersten 500 von Honda produzierten Fahrzeuge.
Kino:
Ein von „Veilside“, Japans wohl bekanntestem Tuner, gestylter NSX in „The Fast And The Furious III: Tokyo Drift“.
Bauzeit und Stückzahl:
Deutschlandweit wurden während der gesamten Bauzeit, 1990 bis 2005, lediglich 271 NSX verkauft, in der Schweiz waren es rund 260, in Österreich 49, weltweit wurden etwa 18.000 Stück ausgeliefert.
Fahreindrücke:
Der NSX gilt als relativ unproblematischer 1990er-Jahre-Sportwagen. Bei Beachtung der Wartungsvorschriften, vor allem des vorgeschriebenen Zahnriemenwechsels alle 100.000 Kilometer oder acht Jahre, zeigt er auch mit hohen Laufleistungen von über 300.000 km kaum Ausfallerscheinungen. Er kann laut Testberichten verschiedener Auto-Journalisten mit „außergewöhnlichem Komfort und der Umgänglichkeit eines Civic“ problemlos auch als Alltagsfahrzeug eingesetzt werden. Besondere Anforderungen an den „Normalfahrer“ werden nicht gestellt; das Fahrverhalten gilt bis zum Grenzbereich vor allem wegen der Tendenz zum Untersteuern als weitgehend „narrensicher“. Sportlich orientierte Fahrer bemängeln diese Auslegung jedoch, da sich der Wagen bei scharfer Kurvenfahrt durch das Rutschen über die Vorderräder selbst abbremst und so beim Rennstreckeneinsatz schnelle Rundenzeiten verhindert.
Renneinsätze:
Rennsport-Versionen des NSX und des NSX-R wurden und werden weltweit in verschiedenen Rennserien und Einzelrennen eingesetzt; unter anderem in der japanischen JGTC/Super-GT-Serie, wo 2000 sowie 2007 der GT500-Gesamtsieg erzielt und 2004 die Meisterschaft in der GT300-Klasse gewonnen wurde. In Deutschland kamen NSX zum Beispiel beim Langstreckenpokal auf dem Nürburgring und dem dortigen 24-Stunden-Rennen zum Einsatz.
Wertsteigerung:
Gute Werterhaltung – aufgrund der geringen in Europa verfügbaren Stückzahl von schönen Exemplaren mit geringer Kilometerleistung sollte in den kommenden Jahren einer leichten Wertsteigerung nichts im Wege stehen.
Resumée:
Absoluter Honda-Szene-Liebling – Supersportwagen mit immer noch moderner Technologie und tollem Design zum fairen Preis!