Opel Speedster '01

Technik:
Der Opel Speedster basiert auf dem Lotus Elise, wurde im Werk von Lotus in Hethel hergestellt und trägt werksintern die Bezeichnung Lotus Type 116. Charakteristisch für den Speedster ist seine spartanische Innenausstattung, die geringe Höhe von nur 111,7 cm, die Beschleunigung (Saugmotor: 0 – 100 km/h in 5,9 Sekunden, Turbomotor: 4,9 Sekunden) und die guten Fahreigenschaften, die sich am besten in engen Serpentinen zeigen. Das 870 kg schwere Fahrzeug wird von einem 108 kW (147 PS) starken 4-Zylinder-Ecotec-Motor (Z22SE) mit 2.198 cm³ (2,2 l) Hubraum angetrieben. Der Wagen mit Heckantrieb besitzt einen quer eingebauten Mittelmotor (63 % des Gewichtes lasten auf der Hinterachse). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 217 km/h.
Die nichttragende Karosserie besteht aus GFK. Das Chassis ist aus Aluminium gefertigt, jedoch weitgehend nicht verschweißt, sondern geschraubt/genietet und geklebt, was dem Fahrzeug eine hohe Steifigkeit verleiht. Rennsport-Fahrwerk mit doppelten Dreiecksquerlenkern rundum. Die Passagiere werden vom formstabilen Aluminiumchassis umgeben, Überrollbügel, Fahrerairbag und pyrotechnische Gurtstraffer bilden effektive Sicherheitssysteme und eine Crashbox aus einer patentierten, verstärkten Kunststoffstruktur – ähnlich wie in der Formel 1 – baut gezielt Aufprallenergie ab. Das einzige elektronische Hilfsmittel ist ABS, auf Traktionskontrolle sowie Servolenkung wird verzichtet. Die Drosselklappe ist elektronisch gesteuert, das Getriebe wird über einen Seilzug geschaltet. Das Kofferraumvolumen beträgt trotz kleiner Öffnung beachtliche 206 Liter.

Besonderheiten:
Das hier abgebildete Fahrzeug verfügt über sportlich abgestimmte Tieferlegungsfedern, um die im Serientrimm lästigen Wank- und Nickbewegungen zu minimieren, und über eine Schaltwegeverkürzung.

Bauzeit und Stückzahl:
Bauzeit 2000 bis 2005. Für die Serienproduktion war ursprünglich ein Kontingent von 10.000 Fahrzeugen geplant. Da die Nachfrage jedoch nicht den Erwartungen entsprach, wurde die Produktion am 21. Juli 2005 nach 7.996 Exemplaren eingestellt.

Fahreindrücke:
Um das im Grenzbereich zum Übersteuern neigende Heck für ein breiteres Publikum fahrbarer zu gestalten, wurde der Speedster vorne lediglich mit einer 175er Bereifung auf 5,5x17er Felgen ausgeliefert. Dies führt im normalen Betrieb eher zu einem Untersteuern, d. h., das Auto schiebt über die Vorderräder. Gerade hierdurch kann der Speedster jedoch bei schnellen Lastwechseln schwer beherrschbar werden, da er von einem Untersteuern schlagartig zum Übersteuern wechselt. Es ist daher nicht unüblich, die Bereifung gegenüber der ausgelieferten Version zu modifizieren. Der Speedster wendet sich an Autofans, die maximale Fahrfreude bewusst dem Komfort vorziehen. Stammrevier des Speedster sind kurvenreiche Landstraßen, wo er sein ausgeprägt agiles Handling voll ausspielen kann.

Wertsteigerung:
Gute Werterhaltung aufgrund der geringen Stückzahl. Wertsteigerung im Augenblick nicht einschätzbar.

Resumée:
Mittelmotorsportwagen für die kleine Brieftasche, bessere Motorisierung als eine vergleichbare Elise und einer der besten Sportwagen zum Alpenglühen ;-)