Porsche 911 „Carrera RS 2.7“ Replica '81

Technik:
Das hier gezeigte Modell ist eine Replica auf Basis eines 911 SC 3.0. Technische Daten und Fahreindrücke beziehen sich deshalb auf das hier vorgestellte Fahrzeug. Das Design des 911 stammt von Alexander Porsche, die Präsentation erfolgte 1963 auf der IAA als „Porsche 901“ (Peugeot ließ sich damals alle Dreierkombinationen mit einer Null in der Mitte für seine Fahrzeuge schützen, deshalb musste der „901“ auf „911“ umgetauft werden). Die gesamte Karosserie wurde erstmals aus beidseitig feuerverzinkten Stahlblechen hergestellt.
Motor: Luftgekühlter Sechszylinder-Boxermotor, hängende Ventile V-förmig angeordnet, Steuerung über Kipphebel durch je eine obenliegende Nockenwelle pro Zylinderreihe. Achtfach gelagerte, geschmiedete Kurbelwelle, Trockensumpfschmierung. Mechanische Bosch K-Jetronic Benzineinspritzung.
Getriebe: Vollsynchronisiertes Fünfgang-Schaltgetriebe.
Fahrwerk/Bremsen: Die Vorderräder sind an Querlenkern, die Hinterräder an Leichtmetall-Schräglenkern einzeln aufgehängt und mittels Drehstäben gefedert. Stabilisatoren vorne und hinten. Zweikreisbremsanlage, vier innenbelüftete Bremsscheiben.

Besonderheiten:
Replica des legendären 911 RS „Leichtbau“ aus den Siebzigern in der wohl schönsten Farbkombination für einen RS. Ausgestattet mit zeitgenössischen Schalensitzen, H-Gurten, Kunststoffkotflügeln, Kunststoffmotorraumdeckel, Leichtbauteppich, Schaltwegeverkürzung, Sportauspuffanlage aus Edelstahl, Domstrebe, Becker „Monza-Casette“-Autoradio, usw, usw.

Bauzeit und Stückzahl 911 SC:
In der Zeit von 1981 bis 1983 wurden rund 16.000 Stück (911 SC 3.0 Coupé) hergestellt. Der SC war auch als Targa, und ab 1982 als Cabrio erhältlich.

Fahreindrücke:
Leichtbau, wenig Dämmmaterial, Boxermotor im Heck, Schaltung zum Weinen, brutale Bremsen – was will man mehr? Auf den ersten Kilometern funktioniert nichts so, wie man sich das vorgestellt hat. Beim Anfahren stirbt der Motor dreimal ab, hat man die ersten Meter unter Stottern überwunden, folgt die Schalterei, die Gänge lassen sich nur mit Mühe sortieren, manche davon eigentlich gar nicht, und nach dem erstmaligen Betätigen des Bremspedals ist man froh, angeschnallt zu sein. Also noch einmal zurück an den Start, diesmal aber mit mehr Gefühl – hineinhorchen und spüren und siehe da, es funktioniert doch. Geniale Fahrmaschine mit toller Geräuschkulisse und dem Gefühl, ein kleiner Rennfahrer zu sein ...

Renneinsätze:
Der 911 wurde erfolgreich im Tourenwagensport, aber auch bei Rallyes (z.B. Rallye Monte Carlo) eingesetzt und erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit bei historischen Rennveranstaltungen (z.B. Histo-Cup).

Der originale Carrera RS 2.7, Kurzbeschreibung:
Der Carrera RS 2.7 war ursprünglich als Homologationsmodell für den Tourenwagensport konzipiert und wurde in einer Kleinserie von 500 Stück gebaut. Aufgrund der großen Nachfrage wurde die Erstauflage jedoch um mehr als 1.000 Stück überschritten! Heute sind davon noch mindestens 5.000 Stück erhalten ;-)). Der RS leistete 210 PS aus 2,7 Litern Hubraum bei einem Gewicht von rund 970 Kilo und war in drei Versionen erhältlich, als Touring, als Sport und in einer Leichtbau-Version. Charakteristisch für sein Aussehen war der „Entenbürzel“ genannte Heckspoiler und die „Carrera-Beklebung“.

Wertsteigerung:
Werterhaltung sehr gut. Wertsteigerung gut bis sehr gut. (Die Beurteilung bezieht sich generell auf alle luftgekühlten 911er (letzte Baureihe war der 993, 1993 bis 1998), echte RS 2.7 spielen in einer höheren Liga. Preisspanne zwischen 150.000 und 330.000 Euro!).

Resumée:
911er, luftgekühlt – mehr Worte braucht es da nicht.